1874
Adalbert Bade wurde 1874 in Berlin geboren, machte von 1888-´91 eine Ausbildung zum Fleischergesellen bei Fleischermeister Hermann Schulz in Neubrandenburg. Später arbeitete er in der Fleischerei Gerbsch in der Westfälischen Str.
"Bei dem neuen Meister fand ich ein reichliches Arbeitsfeld...
Im Geschäft waren 4 Gesellen, 1 Kutscher und 2 Verkäuferinnen tätig. Gearbeitet wurde von früh 5.oo Uhr bis abends 10.oo Uhr und 11.oo Uhr. Auch der Sonntag galt als großer Arbeitstag, denn der Anfang war meist schon von 3.oo Uhr morgens bis zum Mittag gegen 1.oo Uhr. In dieser Zeit wurden nur Knobländer, Jauersche und Regensburger hergestellt. Diese fertigen Waren waren für Vergnügungslokale wie zum Beispiel dem Hippodrom am Kurfürstendamm ... ".
Im Jahre 1919 übernahm Adalbert Bade vom Fleischermeister Sauer den Laden samt Haus in der Westfälischen Str. 53. Für sein altes Geschäft war der Mietvertrag ausgelaufen; außerdem hatte der Vermieter die doppelte Miete verlangt (Reginald Hanicke aus Geschichte des Berliner Fleischerhandwerk 2000). 1934 übergibt er seinem Sohn Walter Bade das Geschäft.







